“Darunter versteht man ein Gebiet mit relativ gut charakterisierbaren Umweltverhältnissen, das den Standort und Lebensraum einer charakteristisch zusammengesetzten Biozönose, einer Lebensgemeinschaft von Tier- und Pflanzen-arten, bildet (Quelle: http://www.salzburg.gv.at/naturschutz/31.htm, vom 10. Okto-ber 2000).“
Seit 1993 werden im Bundesland Salzburg im Auftrag der Naturschutzabteilung Biotopkartierungen in den Salzburger Gemeinden durchgeführt. Ziel ist, die flächendeckende Inventarisierung und Dokumentation von Lebensraumflächen. Es werden bestimmte, in einem Biotoptypenkatalog (vgl. http://www.salzburg.gv.at/naturschutz/32.htm, 10. Oktober 2000) aufgelistete Lebensräume auf Grundlage von Katastern und Luftbildern (Erhebungsmaßstab 1:5000) erfasst und anhand eines Datenblattes beschrieben.
Im Riedingtal wurden im Frühjahr und Sommer dieses Jahres die Biotoptypen (vgl. Tab. 7.3) kartiert und beschrieben. Die Kartierungen im Feld sind abgeschlossen, die vollständige digitale Erfassung steht noch aus. Die vorläufigen Ergebnisse der Biotopkartierung wurden von der Naturschutzabteilung des Landes in Form von Schrägluftaufnahmen mit den Biotopgrenzen und Datenblättern für die Zwecke der Naturparkplanung zur Verfügung gestellt.
Um diese Daten effektiv verwenden zu können, mussten sie digitalisiert werden. Auf Grundlage von Orthofotos (Auflösung 0.5 Meter) wurden die Biotopgrenzen digital eingetragen. Aufgrund der schlechten Qualität mancher Bildausschnitte der Orthofotos (Schatten,...) muss das Ergebnis der Digitalisierung als Provisorium angesehen werden.
In Summe wurden 36 verschiedene Biotoptypen mit einer Gesamtausdehnung von rund 23 km² erfasst. Flächenmäßig dominieren die alpinen Rasengesellschaften deutlich vor nivalen Biotoptypen, Latschenbeständen und Zwergstrauchgesell-schaften.
Flora
Im Riedingtal findet man auch eine Vielzahl an besonders gefährdetet Pflanzenarten der Roten Liste, viele Pflanzenarten im Naturpark Riedingtal sind gesetzlich geschützt Das Riedingtal ist bekannt für seine farbenprächtigen Almen. Tausende der Blütenpflanzen zieren jedes Jahr zur Sommersonnenwende die Zederhauser Prangstangen.
In den Gipfelregionen des Naturparkes Riedingtal hat sich eine unberührte Naturlandschaft erhalten, da dieser Bereich von intensiver landwirtschaftlicher und touristischer Nutzung weitgehend verschont geblieben ist. Aus diesem Grund sind die Lebensräume um die Berggipfel für Botaniker und Zoologen besonders interessant.
Der botanische Reichtum wird durch das Nebeneinander von kalk- und zentralalpinen Gesteinen im Riedingtal erhöht. Viele der Pflanzen, die auf den Almen und Gebirgswiesen vorkommen sind seit jeher als Heilpflanzen bekannt. Fast in Vergessenheit geraten, werden sich die Menschen ihres Wertes bewusst und greifen wieder auf die heilende Kraft der Natur zurück.