
GEMEINDE ZEDERHAUS
Das Projektgebiet „Naturpark Riedingtal“ (vgl. Abb. 5.1) liegt im
Südosten des Bun-deslandes Salzburg, in der Gemeinde Zederhaus und umfasst
eine Fläche von rund 36 km². Die Abgrenzung dieses Untersuchungsgebietes
basiert auf einer vom „Ver-ein Naturpark Riedingtal“ zusammengestellten
Liste mit Parzellennummern (vgl. Abb. 5.1) und Grundeigentümern. Ein Großteil
der Grundeigentümer hat bereits das grundsätzliche Einverständnis
zur Schaffung des Naturparks gegeben. Einige Besit-zer konnten sich bis dato nicht
für den Naturpark entscheiden. In die Erhebungen und Analysen wird dennoch
die gesamte vorgeschlagene Naturparkfläche miteinbe-zogen.
Das 130,56
km² große Gemeindegebiet von Zederhaus ist von Gebirgen umrahmt. Nur
nach Osten hin, in Richtung St. Michael, öffnet sich das Tal. Alle anderen
Nach-bargemeinden (Muhr, Großarl, Kleinarl, Flachau und Tweng) sind durch
hohe Ge-birgszüge von Zederhaus getrennt.
Der Dauersiedlungsraum nimmt
nur rund 6,8 % der Fläche ein (Lungau 17,1 %; Land Salzburg 23,2 %). Im Vergleich
dazu liegt der Anteil der Almen mit 58,9 % der Fläche enorm hoch (vgl. Benutzungsartenausweis
der Vermessungsämter des Bundeslan-des Salzburg 1991).
In Summe entfallen
auf das Gemeindegebiet rund 7 ha Ackerland, 593 ha Weiden, 6722 ha Almen und Bergmähder
und 1372 ha Wald (vgl. ÖSTAT, Bodennutzungser-hebung 1990).

BEVÖLKERUNG:
Zederhaus zählte 1996 rund 1300 Einwohner. Trotz sinkender Geburtenbilanz
konn-te eine leichte Bevölkerungszunahme registriert werden. Im Gegensatz
zum Anstieg der Berufstätigen im Bezirk (+5,5%) und im Bundesland Salzburg
(+14,6%) in den Jahren 1981 bis 1991, nahm die Zahl der Berufstätigen in
Zederhaus um 3,4 % ab.
Eine stark rückläufige Entwicklung der Berufstätigen
ist im primären Sektor (Land- und Forstwirtschaft) zu verzeichnen. Waren
1971 noch 41,1 % in diesem Sektor tätig, so sind es 1996 nur noch 10,3 %.
Die Anzahl der Beschäftigten im Ort ist ständig fallend, die Zahl der
Auspendler (70 % aller in Zederhaus Beschäftigten) im Steigen begriffen (vgl.
KRONAWETTER 1997,S. 13 ff.).